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Copyright Annett Cunaeus

 

Juni 2003. Göran ist der Sohn einer sehr lieben Freundin. Ich habe diesen Aufruf damals gestartet, um Dich zu  bitten, dem kleinen Mann zu helfen. Gib ihm die Chance diese Therapie machen zu können. Hilf Göran, ich bitte Dich sehr darum! [Webmaster E.M.U. Hoffmann]

 

1. April 2004 Der Spendenaufruf für Göran war erfolgreich, und der kleine Mann und seine Mama sind aus der Therapie am 22.03.04 zurück gekommen. Ich möchte mich bei allen Spendern, die am Ende der Seite namentlich aufgeführt sind, auch im Namen der Mutter, ganz herzlich bedanken. Ich persönlich habe mich über die Mail der Mutter so sehr gefreut, dass ich mich entschlossen habe sie auszugsweise zu veröffentlichen.

 

 

Wieder daheim von der

Delphintherapie

 

...ich habe mir einen guten Erfolg erhofft,

aber dass es so sein wird, habe ich kaum zu hoffen gewagt.

 

[Annett Cunaeus - Mutter von Göran]

 

Evi, nun sind wir von der Delphintherapie zurück. Am 22.3. sind wir wieder glücklich gelandet. Ich habe mir vorher so viele Gedanken gemacht, dass dort vor Ort auch alles klappt. Es ist aber alles gut gelaufen.

Die Therapie jedenfalls war ein wirklicher Erfolg. Ich bin so glücklich, allein wenn ich daran denke, wie frei und fröhlich  sich Göran mit den Delphinen bewegte und auch im Unterrichtsraum. Sie haben es dort geschafft, dass ich schon irgendwie ein verändertes Kind mit nach hause nehme. So viele "kleine" Dinge im Alltag verlaufen anders und Göran versetzt uns momentan täglich neu ins Staunen. Es war einfach faszinierend zu sehen, wie eine halbe Stunde im Wasser unmittelbar danach den Göran Dinge tun ließ, die er auch nach ewigem Üben oder Wiederholen auch heute nicht getan hätte. Ich erzähle dir mal unseren ersten und für alle sichtbaren Erfolg:

Göran reagierte z. Bsp. schon immer überaus ängstlich oder teilweise panisch, wenn er Treppen oder Brücken betreten musste, durch die man nach unten auf den Erdboden sehen kann. Da half auch kein ständiges Üben, da er diese Situation nicht richtig verarbeiten konnte. Dies hängt mit der Wahrnehmungsschwierigkeit zusammen. Im Delphinzentrum befindet sich eine Holzbrücke mit Treppen (ca. 10 Stufen hoch), durch die man den darunter befindlichen Wasserkanal sehen konnte. Um zu den Delphinen zu gelangen, mussten wir über diese Brücke gehen. Auf dem ersten Gang darüber bekam er nach der dritten Stufe panische Angst und ich musste Göran den Rest des Weges bis wieder nach unten tragen.

 

Dann begann das Delphinschwimmen. Es war einfach schön. Entgegen meiner Befürchtungen ging Göran zu den Tieren ins Wasser, als machte er das schon Jahre lang. Selbst die Therapeuten fragten mich, ob es wirklich sein erster Kontakt mit Delphinen ist. Unmittelbar nach dieser allerersten Session mussten wir über die Brücke zurück. Wir gingen auf die Brücke zu, ich nahm Göran's Hand und wir gingen los. Ohne das eigentlich übliche Hilfesuchen oder Rufen oder gar panisches Reagieren befanden wir uns bereits auf der 5 Stufe. Da fragte ich Göran: "Du hast ja gar keine Angst?" Er schaute mich an und antwortete nach einem kurzem Moment ganz stolz: "NEIN". Der Therapeut fragte mich nach diesem Erlebnis, ob ich der Meinung bin, dass es vielleicht mit der gesamten Atmosphäre, Umgebung oder ähnliches zu tun hat. Diese Frage konnte ich zunächst nicht beantworten, da es mir selbst wie ein kleines Wunder vorkam und ich mich den ganzen Tag selbst fragte, ob ich mir das eingebildet habe. Am folgenden Tag betraten wir wieder die Brücke. Auf der 3. Stufe forderte Göran wieder dringende Hilfe. Nun glaubte ich doch wieder an die Einbildung. Doch nach der 2. Session und den Weg zurück unterhielt ich mich kurz vor der Brücke und bemerkte dann, dass Göran schon allein auf dem Weg nach oben war. Wohl vorsichtig, aber er tat es.... einfach so. Den Hin- sowie Rückweg habe ich auch auf Video festhalten können. Heute weiss ich, warum das Buch von Kirstin Kuhnert, der Gründerin von Dolphin Aid, "Jeden Tag ein kleines Wunder" heißt.

 

Von diesem Erfolg spüren wir auch jetzt zu Hause noch genug. Nur ein Beispiel. Seit gut einem Jahr fahren wir mehrmals die Woche mit dem Rad. Göran braucht immer Stützräder. Selbst damit bekam er aber bei Unebenheiten Schwierigkeiten mit dem Gleichgewicht, stieg dann lieber ab oder stürzte. Ich habe jetzt heimlich die Stützräder etwas nach oben gestellt, so dass er nun damit nie die Möglichkeit gibt, das beide Räder den Boden berühren. Es heißt natürlich auch, dass er mehr Gleichgewicht halten muss und das Rad manchmal heftig wackelt. Vor noch vier Wochen hat er auf solche Situationen schlagartig aufgegeben. Nun versucht er es und es gelingt. Gestern hat er gesagt: "Mama, jetzt bin ich gefahren, wie ein Düsenjäger." So wie er jetzt fährt, braucht er nicht mehr lange diese Dinge.

 

Während der Therapie begann Göran sein Stottern abzulegen und sprach relativ fließend... bis 3 Tage nach der Therapie. Dies ist leider wieder weg. Aber er ist sehr viel aufmerksamer, zeigt, was er wirklich kann. Er hat auch jeden Tag Lust, seinen Namen schreiben zu üben. Dies konnte ich sonst im Jahr an einer Hand abzählen.

 

Sein Spielverhalten hat sich geändert. Seinen Playmobilfiguren riss er grundsätzlich sämtliche Kopfbedeckungen ab. Das gleiche beobachten wir auch bei seiner Freundin Linda. Plötzlich achtet er darauf, dass ein Piratenkapitän z. B. auch den Hut auf hat und das schönste, er schafft es, ihm den selbst auf den Kopf zu setzen. Also auch an Feinmotorik hat er gewonnen.

 

Die Schule erzählte mir, dass er gestern, er hatte mal wieder Tischdienst, alles allein getan hat, zum ersten mal nichts vergessen hat. Wobei die Schule nicht daran glaubt, dass es an der Therapie liegt. Doch auch hier spürt man die höhere Aufmerksamkeit und warum ausgerechnet jetzt?!

 

Es sind so viele Dinge Evi, ich kann sie gar nicht alle in einem Brief aufschreiben und die bisher darin liegenden Probleme haben doch scheinbar alle die gleiche Ursache. Er nimmt die Dinge anders wahr und reagiert dementsprechend. Dass er große Wahrnehmungsschwierigkeiten hat wissen wir seit Jahren, und er wurde dahingehend auch therapiert. Auch die Logopädin hat sein Stottern mit Wahrnehmungstherapie behandelt. Der Erfolg war nur nicht wirklich sichtbar und er nahm die Therapie nicht an, da er nach der Schule einfach fertig war. Es war Göran bisher immer ziemlich egal, ob ich noch mal zurück muss, weil ich meine Schlüssel vergessen habe. Jetzt erinnert er mich daran, damit ich sie nicht vergesse.

 

Da sind so die viele kleine Veränderungen, die andere gar nicht sehen, aber mein Herz höher schlagen lassen. Ich habe mir einen guten Erfolg erhofft, aber dass es so sein wird, habe ich kaum zu hoffen gewagt. All diese kleinen Dinge sind die Grundlage für einen großen Schritt.

 

Er erzählt auch genauer von der Schule, wenn ich frage, wo sonst immer nur kam, "wir haben gespielt und gelernt". Bei genauerem  Nachfragen antwortete er sonst immer: "Weiß ich nicht." Wenn ich so schreibe kann ich gar nicht aufhören, mir fällt immer noch was ein. Aber ich höre jetzt erstmal auf. Ich hoffe. Wir sind dabei, die Videos vernünftig zu schneiden. Es dauert noch etwas. Wenn es fertig ist, dann bekommst du eins. Ich danke dir noch mal von ganzem Herzen für deine Mühe, denn auch Du bist lange nicht ganz unschuldig daran, das es jetzt so ist. Wenn ich Zeit und Muße habe, werde ich mal alles von Anfang bis jetzt versuchen, richtig aufzuschreiben. Ich habe einen großen Zettel liegen, auf dem ich momentan alles aufschreibe, wenn wir mal wieder staunen konnten. Ich hänge dir noch ein paar Bilder an und ich denke, sie gefallen Dir. Wie ergeht es dir momentan. Schreib bitte mal darüber.

 

Machs erstmal gut und hoffentlich bis bald. Annett

 

Nachtrag:

 

Was ich noch als sehr wichtig empfinde zu erzählen: Die Tiere dort leben in Gefangenschaft. Früher konnten sie über den anliegenden Kanal auch ins freie Meer schwimmen und kamen auch freiwillig zurück. Heute ist dies leider nicht mehr möglich. Aufgrund anliegender und größer werdender Häfen gab es Probleme. Die Tiere sind zu zutraulich. Sie könnten in Schiffsschrauben gelangen und zudem gibt es immer noch schlechte Menschen, die es darauf absehen, die Tiere zu stehlen, wofür auch immer.

 

Insgesamt machten die Delphine auf mich einen guten und zufriedenen Eindruck. Es gab dort auch schon Nachwuchs und nach meinem Empfinden werden sie sehr gut behandelt. Wenn ihre Trainer im Anmarsch sind, kann man beobachten, wie sehr sie aus dem Häuschen sind und plötzlich wild im Wasser hin und her springen.

 

Wir hatten auch ein trauriges Erlebnis. Der Delphin, Fonzie, den du auf den Küsschenfotos siehst, lebt nicht mehr. 3 Tage schwamm Göran mit ihm. Am 4. Tag fiel die Therapie aus, da der Delphin gestorben war. Wir waren alle sehr traurig. Göran mochte ihn längst und umgekehrt sagten die Trainer, war es auch so. Ein Therapiedelphin bekommt bestimmte Kommandos, die er ausführt während des Schwimmens. So unter anderem von hinten an dem Kind vorbei zu schwimmen, damit das Kind die Rückenflosse ergreifen kann und das Kind ein Stück durch das Wasser zieht. Oft schaffen es die Kinder nicht, die Flosse schnell genug zu ergreifen, der Delphin schwimmt aber weiter. Der Therapeut unterstützt das Kind aber, so dass das Schwimmen gelingt.  Am dritten Tag konnte man beobachten, dass Göran die Flosse auch erst nicht ergreifen konnte, aber Fonzie wartete, bis er es schaffte. Das Warten wird den Delphinen nicht antrainiert. Das ist ein deutliches Zeichen, dass auch Fonzie den Göran besonders mochte. Ja, und dann kam die traurige Nachricht.

 

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Wenn du Lust hat, schau mal auf die Seite http://www.islanddolphincare.org . Dort ist eine Sonderseite von Fonzie und in der Diashow kommt auch Göran 2x vor. Dazu braucht es aber etwas Spucke und Geduld, denn es sind über 100 Bilder.

 

Es war auf jeden Fall sehr schön dort, sehr familiär und wir beide haben uns unter den Menschen dort pudelwohl gefühlt.

 

Dankeschön Annett für Deinen schönen Bericht. Eva-Maria Ursula Hoffmann [Webmaster]

 

 

 

 

 

 

 


 

Juni 2003

Wer möchte helfen?

 

Ich bin Göran, ein 10jähriger Junge, der mit dem Down-Syndrom geboren wurde. Ich kann viele Dinge noch nicht, die ich aber gern lernen möchte. Ich kann z. B. meine Schuhe noch nicht allein zubinden, noch nicht rechnen und schreiben und noch nicht Fahrrad fahren.

 

Ich weiß, dass Fahrrad fahren Spaß macht, aber das üben fällt mir so schwer. Meine Angst, zu fallen ist zu groß. Meine Mama meint, ich habe zu wenig Selbstvertrauen. Also will ich doch lieber nicht Fahrrad fahren lernen und schau anderen, wohl etwas traurig, dabei zu. Auch die Feinmotorik will nicht so recht. Darum strengt mich das Schreiben lernen so sehr an. Mama sagt, ich kann es lernen, aber ich will nicht. Ich sage ihr dann immer laut: „Ich kann das nicht.“

 

Seit etwa sieben Jahren beschäftigt sich meine Mama mit der Delphintherapie. Ein Hauptpunkt dieser Therapie ist, mehr Selbstvertrauen zu erlangen... genau was mir fehlt. Seit sechs Jahren bemüht sich meine Mama um einen Therapieplatz für mich. Nun endlich kam die Bestätigung, dass ein Platz für mich noch in diesem Jahr oder 2004 reserviert wird.

Um dort aber auch wirklich anzugelangen, bedarf es noch an erheblichen finanziellen Mitteln. Die Therapie ist schrecklich teuer und die Krankenkasse übernimmt keinen Cent der Kosten.

Ich würde mich sehr freuen, wenn dieser Wunsch  für mich in Erfüllung gehen könnte, und bitte viele Leute mich bei einer Spende zu unterstützen,

 

und bedanke mich schon im Voraus.

 

Unterstützt werden wir von dem Verein Dolphin Aid e.V. in Düsseldorf und dort befindet sich auch mein Spendenkonto:

 

Dolphin Aid

Kennwort: Göran Cunaeus                            

Stadtsparkasse Düsseldorf  

Konto  20002424

BLZ  300 501 10            Herzlichen Dank!

 

ACHTUNG: Das Kennwort ist sehr wichtig, damit das Geld auch bei "Dolphin Aid e.V." auf das richtige Konto gelangt. Spendenquittungen werden ab 100,00 Euro ausgestellt. Sollte wieder Willen etwas schief gehen mit der Therapie, kann jeder Spender das Geld zurück bekommen. Trotzdem aber die Bitte, es dort zu belassen, da es dann anderen Kindern zu Therapie verhelfen kann.

 


06.01.2004  Mail an mich von Göran`s Mutter:

 

Hallo Evi,

danke für Deine Post. Hab erstmal herzlich Dank auch für Deine Bemühungen. Bin so glücklich über die vielen Unterstützungen. Alles zusammen war einfach großartig. Hätte nie gedacht, dass es doch so viele Menschen gibt, die einfach so einem einzelnen Kind geholfen haben. Ich schicke Dir mal die Namen der Spender. Vielleicht sind ja auch Menschen dabei, die aufgrund deiner Seite etwas für Göran getan haben.

Deine Annett

 

Ein ganz herzliches Dankeschön an alle Spender!

Rosemarie Lange

Fam. Rummert

Mitarbeiter der Harzer Schmalspurbahnen

Mitarbeiter der Kette AWG in Wernigerode Carolin Stein

Marita Gocke

Helga Risch

Mitarbeiter der Post Wernigerode

Friseur Strubelpeter Bad Harzburg

Gesine Schmidt

Frau Berger

Frau Riemsam

Fam Hätsch

Herr Titze

Fam Themann

Daniel Themann

Sandra Arnold

Hofmann & Hoppestock GmbH Wernigerode

Mitarbeiter der Hoffmann & Hoppestock GmbH

Audi - und VW-Fans in großer Zahl

Fa. Bredemeier Possehl GmbH Braunschweig

Fa. Todt

Ralph Weske u. Marit Schmale

Fam. Nitschke

Fam. Schult

Walter Feuerstake

Hermann und Irma Schmidt

Fam. Pfeiffer

Rautenbach Guß GmbH Wernigerode

Erika Dietrich

Birgit Vogeley

Mecklenburgische Versicherung Halberstadt

Charmant Friseur Wernigerode

Viele Menschen der Spendenaktion durch DRK und DLRG

Fahrzeugteile Homann

und diverse Spender, die ungenannt bleiben möchten