Täglich sterben 800 Kinder an den Folgen von AIDS

10 Millionen junge Menschen HIV-infiziert

AIDS macht weltweit 15 Millionen Kinder zu Waisen

Neuer UNICEF-Bericht und Bilanz der Kampagne [Dezember 2008]

Jedes zweite Kind, das mit dem Virus geboren wird, stirbt vor seinem zweiten Geburtstag, wenn es keine medizinische Hilfe erhält", so David Alnwick, Leiter der UNICEF-AIDS-Programme im östlichen und südlichen Afrika. In Berlin stellte er eine Bilanz der weltweiten UNICEF-Kampagne gegen AIDS vor. Über 722.000 Menschen in Deutschland haben den im November 2005 gestarteten UNICEF-Aufruf "Du und ich gegen AIDS" mit ihrer Unterschrift unterstützt. Sie forderten damit mehr Schutz und Hilfe für von HIV/AIDS betroffene Kinder. Die Bundesbürger spendeten über elf Millionen Euro für UNICEF-Hilfsprogramme in zwölf Ländern. Weiter...

 


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Quelle: Newsletter/ www.wort-zum-sonntag.de

Mit freundlicher Genehmigung. DANKEschön!

                                                                     
Es ist, als würde das World Trade Center täglich zwei Mal einstürzen.
Jeden Tag sterben in Afrika 6.000 Menschen an Aids.


Jeden Tag.

Bei uns leben 38.000 HIV-Positive,

das ist schon schlimm genug,

weltweit übersteigt die Zahl der Infizierten jegliche Vorstellungskraft:

 

Es sind über 40 Millionen.
 

Doch wen interessiert das? Zu dumm, dass es das Fernsehen gibt, die Bilder, die Berichte in den Medien. Sonst wären wir glücklich ahnungslos. Aber wir wissen darum. Radio, Fernsehen und Internet überwinden Grenzen. Also bauen wir selbst welche auf, um uns zu schützen, um in Ruhe gelassen zu werden. Es reicht mit dem Elend. Zapp es einfach weg. Ablenkung gibt es genug. "Gleichgültigkeit und Desinteresse am Leid anderer sind die ersten Formen der Gewalt." Ein harter Satz von Mahatma Gandhi. Ähnliches sagt das Evangelium. Da gibt es die Geschichte vom barmherzigen Samariter, der einem Überfallenen zu Hilfe kommt, ihn versorgt. Ein Fremder hilft einem, der ihm völlig fremd ist. Vorher sind zwei angesehene Männer seiner eigenen Religion am hilflosen Opfer vorbeigezogen: Augen zu und weg. War da was? Wir wehren uns schon gegen Unrecht. Wir gehen schon auf die Straße. Demonstrationen, Proteste, Kundgebungen sind uns vertraut. Besonders, wenn es um uns selber geht. Aber wo ist der Aufschrei, wo die Demo, wo sind die Gedenkkundgebungen für die riesige Zahl der AIDS-Toten in Afrika? 6.000 sind es täglich. Während wir bei uns über die Höhe unserer späteren Rente diskutieren, ist in Simbabwe die allgemeine Lebenserwartung von 60 auf 39 Jahre gesunken, gibt es dort bei 14 Millionen Einwohnern nahezu eine Million Aidswaisen. Solche Gedenkkreuze erinnern an düstere Zeiten in unserem Land. Aids ist eine Seuche, wie Pest und Cholera. Mit unschuldigen Opfern. Aids ist eine Krankheit wie andere auch. So ganz klar ist das bei uns immer noch nicht. Vorurteile nisten noch immer in manchen Köpfen. So lange ist noch nicht her, da habe ich einen HIV Kranken bis zum Schluss begleitet und dann bei der Beerdigung den Todesgrund verschwiegen. Auf inständige Bitte der Familie. Man wollte weiter leben, dort wo man lebte. Diese Angst ist weniger geworden, verschwunden ist sie nicht. Es gibt seriösere Krankheiten als Aids. Aber es kann geholfen werden. Mit unserem medizinischen Standard kann man bei uns die Krankheit immer besser in Schach halten, ihren Ausbruch aufschieben. In Afrika sieht das noch anders aus. Von den 40 Millionen Infizierten leben 25 Millionen in Afrika südlich der Sahara. Wir leben nicht auf der Insel der Seligen, wir haben viele Probleme im eigenen Land. aber im Vergleich zu dem was in Afrika passiert, geht es uns verdammt gut. "Gleichgültigkeit und Desinteresse am Leid anderer sind die ersten Formen der Gewalt." Das muss nicht sein. Information ist der erste Schritt. Man surft täglich zu allen möglichen Websites, es kann auch einmal diese sein: www.aids-kampagne.de. Es ist die Homepage des Aktionsbündnisses gegen AIDS. Auch viele Christen engagieren sich dort. Es gibt Unterschriftenlisten und Kontonummern, Hinweise auf Aktionen. Es gibt viele Möglichkeiten im Bereich der Prävention. Wenn wir alles tun, um die Krankheit zu besiegen, menschlich und ohne moralische Scheingefechte, werden wir später nicht die bohrende Frage derer hören müssen, die nach uns kommen: Habt ihr das alles wirklich nicht gewusst?  

 

HIV / AIDS

 

Ethisch-theologische Fragen und Antwortversuche Fachkreis Ethik,

Theologie und HIV/ AIDS des Aktionsbündnisses gegen AIDS Tübingen, 2004