ENGEL AUF ERDEN
Diese Seite widme ich den Menschen,
die ihr eigenes Leben in den Hintergrund stellen.
Menschen, die über sich selbst hinauswachsen,
um anderen Liebe, Wärme und Geborgenheit zu schenken.
Menschen, denen meine ganze Achtung gehört.
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Mutter Theresa [ich nenne sie zärtlich *Mom Theres*]
Dieser wundervollen Frau habe ich in meiner anderen Homepage *Himmlisches* eine Seite gewidmet.
Lotti Latrous:
>> Alle Menschen sollten hoffen dürfen <<
Wegwerfware Mensch
Auf einem ihrer Besuche in Vridi-Canal sind Gnode und Latrous im letzten Januar auf René gestoßen. «Eigentlich haben wir ihn gerochen, bevor wir ihn gesehen haben», erzählt Latrous.
René lag schon zehn Tage in einem Plastiksack in den eigenen Exkrementen - mit Ameisen in Augen und Ohren. Sein Körper war voller Würmer. Der Mann war auf die Strasse geworfen worden, damit er nicht alles verschmutzt. Von Nachbarn bekam er manchmal etwas zu essen.
René verbrachte seine letzten Tage im Ambulatorium, in sauberen Laken auf einem Bett. «Er war ein ehemaliger Seemann», erinnert sich Latrous mit Tränen in den Augen. «Wir sprachen oft über das Mittelmeer, das er gut kannte.»
Lotti Latrous wurde 1953 in Dielsdorf geboren. Sie wuchs in Regensberg auf und ging mit sechzehn Jahren als Au-Pair nach Genf, um französisch zu lernen. Dort traf sie den Tunesier Aziz Latrous und damit die Liebe ihres Lebens. Eine Liebe, die in ihrer Grosszügigkeit und ihrem Respekt füreinander wohl einzigartig ist.
Durch die Arbeit ihres Mannes als Nestlé Direktor, kamen Lotti Latrous und die drei gemeinsamen Kinder Sonia, Selim und Sarah von Jeddah über Nigeria und Kairo nach Abidjan, in die Wirtschaftsmetropole der Elfenbeinküste (Westafrika).
Nach zwei Jahren begann sie im "Mutter Teresa"-Krankenhaus zu arbeiten. Das Elend, das sie, die privilegierte Frau mit Chauffeur und Koch und Swimmingpool dort antraf, veranlasste sie in Adjouffou, einem der Elendsviertel Abidjans ein Ambulatorium zu bauen. Dies mit der vollen Unterstützung ihres Mannes und zusammen mit dem afrikanischen Arzt Germain Gnode. Kaum war dieses eröffnet, versetzte Nestlé die Familie Latrous nach Kairo zurück.
Weil Lotti Latrous das Ambulatorium weiterhin betreuen wollte, handelte sie mit ihrer Familie einen Deal aus: Zwei Monate Kairo, einen Monat Abidjan. Es stellte sich allerdings schnell heraus, dass der Spagat zwischen dem Ambulatorium im Slum und der Familie in Kairo auf die Dauer nicht gemacht werden konnte und eine Entscheidung gefällt werden musste. Eine Entscheidung, die Ehe und Familie zwar hart traf, beides aber nicht zerbrechen liess.
Das war vor vier Jahren. Inzwischen absolvieren die beiden älteren Kinder in der Schweiz die Hotelfachschule, lebt die vierzehnjährige Tochter mit ihrem Vater in Kairo und Lotti Latrous im Slum von Adjouffou beim Hafen von Port Bouet, wo sie Ende 2002 ein weiteres Projekt realisieren konnte: ein Sterbespital. Lotti Latrous reist dann nach Kairo, wenn sie damit rechnen kann, dass in den nächsten Tagen keiner ihrer Patienten stirbt. Da dies allzu selten vorkommt, wird sie von ihrer Familie immer wieder besucht. Im Moment entsteht ihr neustes Projekt, ein Mütter- und Kinderheim. Lotti Latrous erhielt 2002 den Adele-Duttweiler-Preis.
Hier können Sie helfen:
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Die Projekte von Lotti Latrous finanzieren sich ausschließlich durch Spenden. Jeder noch so kleine Batzen hilft helfen. Mit Ihrem Beitrag aufs Spendenkonto gehen Sie sicher, dass kein einziger Rappen in irgendwelchen dubiosen administrativen oder gar politischen Kanäle verschwindet. Ihre Spende kommt ausschließlich und direkt den Ärmsten der Armen zu gute. Lotti Latrous selbst wird von ihrem Ehemann unterstützt, der auch fürs Benzin und die Reparatur am Geländefahrzeug aufkommt. Ein Lohn wird lediglich an diejenigen bezahlt, die sonst nichts haben. Dass darunter kein einziger Weißer ist, versteht sich von selbst. Das Spendenkonto wird neu von der Schweiz aus betreut. Wer Fragen zu Spenden hat oder einen Einzahlungsschein möchte, hier die Adresse:
Für telefonische Anfragen: Ruth Beloch 079 275 15 85
Joachim Fuchsberger
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