Rauchen ist uncool

 

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Sollte es mir nicht egal sein wer oder wie viel jemand raucht? Ist es mir aber nicht. Am 16. Mai 1995 habe ich nach 28 Jahren Rauchen schlagartig damit aufgehört. Aschenbecher und angebrochene Packung Zigaretten landeten im Eimer. Ich habe es geschafft. Mit Hilfe eines irdischen Schutzengels, der mir die Kraft dazu gab.

 

Meine Mutter schaffte es leider nicht. Dass sie Lungenkrebs hatte erfuhr ich ca. 3 Monate später, nachdem ich mit dem Rauchen aufgehört hatte. Sie starb ein Jahr später am 30. August an Lungenkrebs. Ich habe das Leiden meiner Mutter miterlebt. Die ständige Angst sie zu verlieren war unerträglich. In dieser Zeit habe ich mich um die Reinigung ihrer Wohnung gekümmert. Es tat so weh ihre ausgefallenen Haare zusammen zu fegen, die Wanne zu putzen in der die Haare lagen, das Kopfkissen voller Haare, überall Mamas Haare. Ein ganzes Jahr sterben, wieder mal daheim aus der Klinik nach einer Chemotherapie, es geht aufwärts, Tage später wieder schlechter, Klinik, wieder Chemotherapie, Haare fallen nun ganz aus, Glatzkopf, Schmerzen, nur noch leiden, ein letzter Urlaub, abgebrochen wegen Schmerzen, wieder Klinik, Darm geplatzt, Notoperation, künstlicher Ausgang, Schmerzen, Beatmungsgerät, Morphium - das Ende. Ein paar Tage vorher war sie so stolz darauf, weil sie es geschafft hatte ein paar Löffelchen Joghurt zu essen. Einen Tag vor ihrem Tod nahm sie meine Hand und sagte zu mir "Evmarie, ich war schon da oben", sie lächelte als sie das sagte.

 

Ca. 2 Monate nach ihrem Tod erfuhr ich von meiner eigenen Lungenerkrankung. Dieser irdische Schutzengel hat mich wohl vor Schlimmerem bewahrt. Seitdem bin ich in Behandlung und muss mindestens zwei mal im Jahr für ca. je 3 Monate regelmäßig morgens und abends sprühen. Zusätzlich muss ich immer ein Lungenspray zur Not bei mir tragen. Ich muss alle Orte meiden wo geraucht wird, weil sich mein Gesundheitszustand, der zur Zeit einigermaßen stabil ist, wieder verschlimmern kann. Die Lungenärzte haben festgestellt, dass die Krankheit meiner Mutter und die meine ausschließlich mit dem Rauchen zu tun hatte.

 

Rauchen gefährdet die Gesundheit


Die Zigarette ist eine wesentliche Einzelursache für Krebs, und enthält krebsauslösende Stoffe. Tabakrauch kann auch zu Krebs der Lippen, der Zunge, des Rachens, des Kehlkopfs, der Speiseröhre, der Niere, der Blase, der Bauchspeicheldrüse und anderen Organen führen. Die Hälfte aller Raucher sterben an ihrer Sucht. Jeder dritte vorzeitige Tod im mittleren Alter ist auf Rauchen zurückzuführen. Außerdem ist Tabak rauchen mit 19 % die größte Todesursache. Mindestens 9 von 10 Lungenkrebserkrankten sind Raucher. Über 95% aller Kehlkopfkrebspatienten haben mehr als 20 Zigaretten pro Tag geraucht. Schlaganfallrisiko bei Zigaretten- und Zigarrenraucher, die täglich 20 Zigaretten rauchen, hatten im Gegensatz zu altersentprechenden ein 4,6 mal so hohes Risiko eines Schlaganfalls, bei weniger als 20 Zigaretten lag es immerhin noch 4 mal höher als bei Nichtrauchern. Doch auch bei Pfeifenrauchern war die Schlaganfallhäufigkeit noch 2,4 mal so hoch wie bei Angehörigen der Kontrollgruppe. S.A., J.T., L.E.

 

Ich habe diese Aktion ins Leben gerufen um

Kinder und Jugendliche vor einem solchen Schicksal zu bewahren.

 

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Schwangerschaft und Rauchen

 

 

 

Befragungen zeigen, dass sich das Rauchverhalten zu Beginn der Schwangerschaft in den letzten Jahren nicht verändert hat. Etwa 36% aller Frauen, greifen zur Zigarette. Allerdings bestehen zwischen den Altersgruppen erhebliche Unterschiede. Besorgniserregend ist das Rauchverhalten der jungen Frauen: Von den Schwangeren, die jünger als 25 Jahre sind, raucht jede zweite Frau in der Frühphase der Schwangerschaft. In dieser Gruppe sind auch auffallend häufig Frauen, die besonders viele Zigaretten pro Tag rauchen.

 

Zigarettenrauch ist ist ein chemischer Cocktail von ca. 3.500 bis 4.000 verschiedenen Substanzen. Mehr als 40 Inhaltsstoffe, wie z.B. Teer, Arsen, Benzol und Cadmium, können Krebserkrankungen verursachen; andere Stoffe, wie Blausäure, Blei und Kohlenmonoxid, sind für ihre Giftigkeit bekannt. In der Schwangerschaft wird das heranwachsende Baby über die Nabelschnur mit den lebensnotwendigen Nährstoffen versorgt. Die schädigenden Bestandteile des Rauchens erreichen auf diesem Weg das ungeborene Kind. Durch das Rauchen wird z.B. der Sauerstoffanteil im Blut herabgesetzt und durch Kohlenmonoxid ersetzt. Als Folge kommt es zur Sauerstoffunterversorgung des Kindes.

 

Vorteile für das ungeborene Baby

 

Wenn Schwangere aufhören zu rauchen, tragen sie entscheidend dazu bei, dass das Risiko einer Fehlgeburt vermindert wird sich die Gefahr einer Frühgeburt um die Hälfte reduziert Ihr Baby eine größere Chance hat, normal gewichtig auf die Welt zu kommen das Risiko einer Totgeburt um ein Drittel sinkt Vorteile für die Mutter.

 

Auf das Rauchen zu verzichten hat unmittelbar Vorteile unabhängig vom Alter und von möglicherweise schon vorhandenen Gesundheitsschäden durch den Nikotinkonsum. Die Chancen für eine unkomplizierte Schwangerschaft steigen; die Häufigkeit von Husten und Erkältungskrankheiten nehmen ab. Die Blutzirkulation wird sich verbessern, das Atmen fällt leichter und der Körper wird fitter (was übrigens bei der Geburt durchaus vorteilhaft ist!). Auch wenn es aktuell nicht so wichtig zu sein scheint, mit dem Rauchen aufzuhören, sind die langfristigen Vorteile beachtenswert. Ex-Raucher leben länger als Raucher. Ein Rauchverzicht senkt das Risiko für Lungenkrebs, Herzerkrankungen, Schlaganfälle, chronische Lungenerkrankungen und etliche andere bösartige Tumorerkrankungen.

 

Auch wenn das Kind geboren ist, sollte es nicht dem Zigarettenrauch ausgesetzt werden. Ohne Passivrauchbelastung kann das Risiko für eine Reihe von Krankheiten bei Ihrem Kind vermieden werden: Akute Atemwegserkrankungen Bronchitis und Lungenentzündungen Chronische Mittelohrentzündungen Asthmatische Erkrankungen und allergische Reaktionen Plötzlicher Kindstod.

 

Hier finden sie Hilfe:

Bremer Institut für Präventions-

Forschung und Sozialmedizin (BIPS)

Linzer Str. 8 - 10

D-28359 Bremen

Tel. (+49) 4 21 - 59 59 6-36

oder (+49) 4 21 - 59 59 6-60

eMail: euroscip@bips.uni-bremen.de

 

 

 

Welch ein Hohn. Auch so kann man Reklame für seine Sargnägel machen!

Wie wär`s denn damit: "Produktion einstellen"